CNC-Maschinen, Industriemaschinen und AdWords

Typische AdWords-Probleme in diesem Segment:

 

1. Hobby-Begeisterte statt echter potentieller Kunden:

  • Oft viele Klicks, aber wenige Bestellungen bei Produktanzeigen für hochpreisige Produkte. Schon allein weil eine CNC-Maschine für 20.000€ oder 90.000€ schon mal interessant für einen Hobbybastler ist (der vielleicht mal eine Nut oder 3 Platinen im Jahr fräst). Zum Anschauen natürlich, aber nicht zum Kaufen. Hier lockt man schnell den Traffic an, den man genau nicht haben will. Das ist ein massives Problem, weil man auch für den ungeeigneten Traffic zahlt.

2. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz:

  • Die spezifische Begriffe und genauen Keywords die eigentlich optimal wären, werden von Google nicht geschaltet, weil das Trafficvolumen zu klein ist (Long Tail Keywords). Somit landet man wieder bei den allgemeinen Begriffen wie z.B. „Drehmaschine“ die viel zu breit sind. Wir hier nicht sinnvoll mit den AdWords Möglichkeiten gearbeitet, landet man schnell bei der Schlussfolgerung, dass AdWords nicht funktioniert.

3. Allgemeine Begriffe wie „Drehmaschine“ oder „Fräsmaschine“ sind zu breit und bringen zu viele unqualifizierte Klicks. Die sinnvolle Eingrenzung über negative Keywords ist aber schwierig.

4.  PDF-Dilemma:

  • Die Maschinendaten sind oft nur auf PDF-Dateien vorhanden. Auf diese darf, von den Google-Richtlinien her, nicht direkt verlinkt werden. Man kommt so schon gar nicht an die Vorteile von z.B. AdWords-Sitelinks und den so oft zu sehenden 2 – 3 Mal höheren Klickraten von AdWords-Sitelinks.

5. Traffic segmentieren:

  • Zudem ist es sehr schwierig den Traffic für eine 800€ Hobby-Fräsmaschine von dem Traffic für eine 90.000€ Fräsmaschine möglichst sinnvoll voneinander zu trennen. Immerhin stecken dahinter ja auch andere Kunden. Dazu braucht man das technische Verständnis, was das eine vom anderen unterscheidet. (AdWords für Hosen und Jacken ist hingegen was anderes, weil jeder weiß wie diese sich in der Funktion unterscheiden.) Aber genau so können / müssen Keywords für eine Sparte teils zu negativen Keyword der andere Produktsparte werden. Wer nicht die notwendige Arbeit in die Optimierung steckt, zahlt halt viel für unqualifizierten Traffic.

6. Produktkampagnen mit Feed aus Merchant Center:

  • Die Klickrate lässt sich praktisch gar nicht verbessern, wenn nur Produktanzeigen genutzt werden. Und zwar weil Google sich für die Anzeigen der Produktkampagnen einfach Überschrift, Preis und Domain aus dem Feed zieht. Man kann nicht wirklich systematisch verbessern, wenn die Produktbeschreibung im Shop schon ausführlich ist. (Produktkampagnen sind natürlich sinnvoll, wenn man viele Produkte hat, die auch für jene interessant sind die noch nicht Maschinen von Ihnen gekauft haben.)
  • Oder es ist kein Merchant-Feed für AdWords vorhanden, da nur wenige Maschinentypen im eigenen Sortiment vorhanden. Oder kein Merchant Feed vorhanden, weil so spezifische Produkte eine Beratung brauchen, und nicht für Bestell-Shopsysteme geeignet sind. Ohne Shopsystem kann also auch kein Merchant-Feed zum Einsatz kommen, und dann können keine Produktkampagnen geschaltet werden.

7. Tracking ungenau:

  • Das Tracking ist schwierig, da der Entscheidungsprozess bis hin zur Bestellung meist länger als die Cookie-Lebenszeit ist. Somit wird fast alles an Conversions nachher in Analytics der organischen Suche zugeschrieben. Und zwar auch wenn der Interessent ursprünglich via bezahlter AdWords-Werbung erreicht wurde.
  • Das Tracking ist via Telefontracking möglich. Allerdings wird (je nach Trackingverfahren) dann z.B. eine 0800-Nummer eingeblendet, und die Sprachqualität kann aufgrund der Weiterleitung zu Ihrer Nummer leiden. Nicht gut, wenn der Anrufer evtl. noch einen schlechten Handyempfang hat. Und es entstehen weitere Kosten.

8. Remarketing zu breit:

  • Remarketing wird kaum eingesetzt, oder nur ganz breit (Ziel ist meist die Hauptseite der Homepage) wodurch zu hohe Streuverluste entstehen.

9. Zu hohe Streuung:

  • Wird international geworben, ist die Werbung auf zu viele Länder verstreut. Meist jedoch ohne jedoch zielgenau zu werben.

10. Was ist das denn?

  • Mangelndes technisches Verständnis der AdWords-Agentur darüber, was so eine CNC Maschine überhaupt kann und macht. (AdWords für Modelabels und Kleider einzurichten ist etwas anderes, als eine CNC-Bandkreissäge sinnvoll zu bewerben.)

Ich habe Industriemechaniker (System- & Montagetechnik) in Lörrach gelernt und bin Wirtschaftsingenieur.