Versteckte interne Sabotage durch verkaufsfeindliches Personal

Eines der größten Probleme welches immer wieder übersehen wird, ist verkaufsfeindliches Personal.

  • Damit sind keine unfreundlichen Menschen gemeint, sondern Menschen die ein Problem damit haben, wenn Geld verdient wird. Durch Erziehung, durch arme Denkmuster, durch das eigene Weltbild, selbstsabotierende Verhaltensmuster, durch eine Opfer-Mentalität, aufgrund von mangelndem Selbstbewusstsein, etc. Das kritische ist, dass diese interne Sabotage oft nicht einmal auf einer bösen Absicht beruht.

Sorgen Sie dafür, dass kein verkaufsfeindliches Personal mit potentiellen Kunden zu tun hat. Vermeiden Sie auch, dass die Marketingbotschaft nicht von diesem verkaufsfeindlichem Personal erstellt wird. Zu einem Kundentermin werden ja auch möglichst die besten Verkäufer geschickt, auch wenn diese nicht ganz billig sind.

Es hat ja auch seinen Grund, warum Verkäufer so oft die Marketingunterlagen eines Unternehmens nicht nutzen wollen. Denn die Marketingunterlagen sind oft einfach von Leuten erstellt, die keine Ahnung in Punkto Verkauf haben. Kein Wunder stechen Marketingleiter mit einem verkäuferischen Hintergrund, oder einer Selbstausbildung im Direktmarketing so positiv hervor.

Immerhin geht es darum das Verhältnis zwischen Ursache und Wirkung möglichst zu optimieren. Hier soll die Wirkung doch sein, dass der Interessent zum Kunden wird.

Verkaufsfeindliches Personal kostet ein Unternehmen Geld, ganz besonders dort wo potentielle Kunden zu kaufenden Kunden gemacht werden sollen.

Das fängt damit an, dass verkaufsfeindliches Personal ein Problem mit dem Follow-Up hat.

  • Weil man sich ja nicht aufdrängen will!
  • Weil der potentielle Kunde das scheinbar als unangenehm empfindet.
  • Weil der Chef schon genug verdient.
  • Weil die Marketingbotschaft „zu verkäuferisch“ ist.
  • Weil Marketing traditionell oft ein Problem mit dem Vertrieb hat. Der Verkauf ist wie „unter der eigenen Würde“.
  • Weil die vorhandenen Marketingunterlagen doch schick aussehen und deswegen gar nicht so schlecht sein können.

Und weil ein Follow-Up einfach langweilig im Vergleich zu einer schicken imagegetriebenen Fernsehwerbung, einer noblen nichts aussagenden Hochglanzbroschüre und trendigen Social Media Werkzeugen ist.

Das Resultat?

Arbeit bleibt auf dem Tisch liegen und die anderen Dinge sind wichtiger.

Schon Zig Ziglar sagte: „Timid Salesmen have skinny kids.“

„Zaghafte Verkäufer haben magere Kinder.“

Genau deswegen sollte verkaufsfeindliches Personal nicht die Schnittstelle zum Kunden einnehmen.

In der Praxis ist das der Horror für Verkaufstexter:
Ein ganz großes Problem für Verkaufstexter ist, wenn das Gegenüber im Unternehmen ein Problem mit dem Verkauf hat. Ein scharfer effektiver Text wird dann systematisch abgeschwächt und oft bis hin zur Ineffizienz reduziert. Dabei wird der Texter doch eingesetzt, weil man an die internen Grenzen im Unternehmen gestoßen ist. Helfen Sie lieber Ihrem Texter bessere Verkaufstexte zu schreiben.

Sorgen Sie dafür, dass kein verkaufsfeindliches Personal an der kritischen Schnittstelle im Marketing sitzt. Das ist eine verdeckte Selbstsabotage für das Unternehmen, die oft in einer Flucht in imagegetriebene Marketingaktivitäten endet. Als Unternehmen können Sie es sich nicht leisten, zaghaft zu vermarkten. Das kostet Sie Geld und eventuell den Bestand des Unternehmens.

  • Erwähnenswert ist auch, das manch ein Unternehmer sich aufgrund der gleichen Einstellung selber sabotiert, und nicht die kritische Masse erreicht, die für das Geschäft notwendig wäre.
  • Im Network Marketing (bin diesem heute gegenüber sehr kritisch) habe ich es zum Beispiel oft gesehen, dass manch einer etwas erreicht, und dann ab einem gewissen Einkommen alles wieder einreißt, um bei einem neuen Unternehmen bei Null anzufangen. Obwohl das vorhandene Team funktioniert.

Markus Trauernicht