Welche Mitarbeiter sind besonders interessant für Unternehmen?

1. Jene deren Eltern selbständig sind. Die wissen welche Arbeitsmoral notwendig ist. Zudem ist die hohe Arbeitsmoral selbstverständlich.

2. Wo jemand im eigenen Umfeld ist, der mit dem Direktvertrieb zu tun hat. Wo der Vertrieb nicht absolut fremd ist, und der Vertrieb nicht unter der eigenen Würde ist.

3. Haben sich einen Hintergrund zum Direktvertrieb / Internet Marketing angeeignet, und sind bereit immer mehr zu lernen.

4. Sind in der Lage sich in die Schuhe des Kunden zu versetzen.

5. Waren selber im aktiven Vertrieb. Oder haben einen Hintergrund im Network Marketing. Ich selber bin dem Network Marketing gegenüber nicht unbedingt sehr positiv eingestellt (zu viele gute Leute die nicht ins verdienen kommen), doch die Erfahrungen die dort in Verkaufsgesprächen gemacht werden sind unbezahlbar. Nicht umsonst haben sehr viele erfolgreiche Unternehmer einen Hintergrund im Direktmarketing und im Klinkenputzen.

6. Viele der ambitionierten Ossis. Sie haben im eigenen Umfeld gesehen wie andere versauern. Haben sich selber vorgenommen, was aus sich und dem eigenen Leben zu machen. Und wissen ganz klar um die sozialen Konsequenzen, wenn man sich nicht anstrengt.

  • Der Ossi-Vorwurf: Bekommen immer wieder mehr oder weniger vorgeworfen, alles etwas “locker” zu sehen und etwas weniger fleissig  zu sein. Gerade den Ambitionierten stinkt das gewaltig. Die Jacke will man sich zu Recht nicht anziehen lassen.

7. Grundlegende Ehrlichkeit (Na – ist das etwa ein langweiliger Link?) vorhanden. Leider nicht selbstverständlich.

8. Streetworker-Erkenntnis aufs Geschäft übertragen: In unserer Gesellschaft wo die Patchwork-Familie schon eher der Standard ist, ist der Vater-Ersatz oft eine ganz wichtige persönliche Komponente. Oder besser gesagt:  Jeder Psychologe wird Ihnen bestätigen, dass es eine ganz wichtige Antriebskraft ist, die eigenen Eltern zufrieden zu stellen.

  • Daran zerbrechen Ehen, Karrieren heben ab wenn ein Elternteil stirbt, usw.
  • Ein wesentlicher Faktor wenn die Kinder in das Geschäft der Eltern einsteigen. Wenn es zum Beispiel sehr gut klappt, oder aufgrund zu hoher und unrealistischer Erwartungen nicht so wirklich funktioniert.

Nehmen wir mal rein hypothetisch das Ideal-Eltern-Bild. Das wird von jungen Leuten oft auf den Chef oder den selbständigen Unternehmer projektiert. Die echte Wertschätzung die der Einzelne hier bekommt, kann Wunder wirken – für beide Seiten.

Das hat sehr viel mit Verantwortung zu tun. Die Kehrseite, wo dies lieblos ausgenutzt wird, und junge Leute im Geschäft verdorben werden, ist leider auch Realität. Die Streetworker-Erkenntnis war, dass es für jemanden sehr befreiend sein kann, wenn er sich dessen bewußt wird, was der Grund hinter dem eigenen Verhaltensmuster ist. Weil das eigene Verhalten dann aktiv geändert werden kann.  Ok, ich weiche fast vom Thema ab.

(Streetworker sind Sozialpädagogen, die mit der Vorgehensweise “Streetwork” an Zielgruppen herantreten, die man über herkömmliche Weise nicht erreichen kann.)

Vorsicht: Unternehmensgründer suchen sich oft verkaufsfeindliches Personal aus, oder wählen die Partnerschaft als Geschäftsmodell aus. Oft ist die eigene Unsicherheit die Motivation dahinter. Nicht gut.

Markus Trauernicht