Irrelevante Werbung – werben Sie genau falsch?

Störe ich etwa?

Jeder von uns kennt es. Da hat man mal einen freien Abend, und dann spielt auch noch ein Film im Fernsehen, den man schon lange mal sehen wollte.

Und da fällt denen doch nichts Besseres ein, als immer den Film an der spannendsten Stelle zu unterbrechen und Werbung zu zeigen.

Unterbrechungs-Marketing nennt man das…

Wer wird denn schon gerne von Etwas unterbrochen was gerade nicht relevant ist?

Als Grundlage im Marketing?

Kleine Filmchen, die versuchen etwas zu präsentieren. Etwas was in dem Moment nicht wirklich interessiert. Zudem sind diese Filmchen oft so irrelevant, dass man bis im letzten Moment oft nicht einmal weiß wofür eigentlich geworben wird.

Die Werbungen im Fernsehen kosten schnell Millionen, aber die einfachste und altbekannte Werberegel wird missachtet. Dabei ist es eine zeitlose Regel, da sie auf einfachste Weise unsere inhärente menschliche Natur anspricht.

AIDA

Attention: Die volle Aufmerksamkeit gewinnen

Interest: Interesse wecken

Desire: Verlangen / Begehren steigern

Action: Eine Handlungsaufforderung

In einzelnen Werbungen sieht man, dass Unternehmen die im Fernsehen werben, angefangen haben sich mit der Direktwerbung auseinander zu setzen.

  • Es wird beispielsweise ein Tracking-Element eingebaut, wie zum Beispiel eine Unterseite einer Webseite. (Man kann so nachvollziehen wie viele Besucher auf diese Unterseite über genau die Werbung kommen, und ausrechen was man an Werbekosten pro Webseitenbesucher hat).
  • Ein zeitlich limitiertes Angebot wird gemacht.
  • Die Handlungsaufforderung: Komm jetzt in unseren Laden!

Man weiß danach genau:

  • Worüber es geht.
  • Was für einen selber drin ist.
  • Das man etwas verpasst wenn man nicht sofort handelt.

Wir haben gelernt uns gegen irrelevante Werbung zu schützen: Pop-Up Blocker, Festplattenrecorder um Werbung zu überspringen, Papierkorb usw.

Unser Gehirn ist schon so effizient darin geworben irrelevante Werbung auszufiltern, dass wir diese im Internet schon oft gar nicht mehr sehen.

Überlegen Sie mal, wo Ihre Werbeunterlagen so unspezifisch sind, dass Sie schon gegen das AIDA-Prinzip verstoßen.

Imagewerbung oder Direktmarketing: Gehen Sie in der Werbung auch aufs Klo?

Markus Trauernicht