Wenn Werbetexte nicht die beste Lösung sind

Dies war meine Antwort via Email,
nachdem ich eine Anfrage für einen Werbetext
für einen Börsenbrief  bekommen hatte.

„Im Prinzip denke ich nicht, dass ein Werbebrief den großen Unterschied für Sie machen kann. Denn auch der beste Werbebriefzieht in diesem Marktumfeld nicht besonders lange. Im Normalfall zieht der ein paar Wochen und flacht dann ab. Und dann stehen Sie genau dort wo Sie jetzt stehen, haben halt einige Abonnenten mehr, aber grundlegend hat sich nichts geändert.

Der normale Rat eines Texters ist jetzt, einfach einen langen Werbebrief zu schreiben, der irgendwo zwischen 16 und 24 Seiten lang ist, und irgendetwas zwischen X – YY Tausend Euro + 19% MwSt kostet. Zusätzliche Wiederzahlungen von 50 – 100% für z.B. weitere 6 Monate der Nutzung sind für Texter heute eh uninteressant, da das Marktumfeld sich so geändert hat und ständig ändert und die Texte nicht lange ziehen.

Die ganze Aktion rechnet sich das halt wenn Sie genügend Listen bzw. Adresspotential haben. Bevor ich an Ihrer Stelle mit einem Werbebrief arbeiten würde, gibt es eine ganze Reihe Dinge die ich ändern würde. Und selbst nach diesen Änderungen gibt es viele Dinge die wichtiger als ein Werbebrief sind. Z.B. damit angefangen, dass Sie …

… Aufgrund dessen was ich bis jetzt im Internet gesehen habe, habe ich den  Eindruck, dass  5 – 8 Stunden am Telefon notwendig sind, und ich Ihnen zudem viel weiter helfen kann, als wenn Sie einen Werbetext buchen. Und dann könnte man schauen wie eine weitere begleitende beratende Begleitung aussieht, falls  diese nach der Beratung notwendig erscheint.

Es geht jetzt nicht darum alles einfach über den Haufen zu werfen, sondern grundlegend die Marketingvorgehensweise zu ändern. Da steckt viel mehr Hebelwirkung drin, als wenn nur ein neuer Werbetext genutzt wird.“

  • Das Internet wird erwachsener…

Markus Trauernicht

P.S.: Kurz nach Veröffentlichung dieses Posts erreichte mich eine Email von Peter J. Beck. Weil diese zu diesem Post passt, habe ich ihn gefragt ob ich diese auch gleich veröffentlichen darf. Er wird von Top-Textern als einer der besten Werbetexter für Börsenbriefe im deutschsprachigen Europa gesehen.

“Hallo Herr Trauernicht,

Ihr heutiger Newsletter könnte richtiger gar nicht sein. Sie sagen da genau das, worum ich schon seit über 20 Jahren kämpfe: Werbung ist kein Schriftsteller-Wettbewerb… es ist Marketing und Verkaufen.

Noch nie habe ich auch verstanden, warum fürs Texten oft ein Germanistik-Studium empfohlen wird. Keiner käme je auf die Idee, von einem Autoverkäufer, einem Handelsvertreter oder einem Verkäufer Millionen Euro teurer Industriegüter ein Germanistikstudium zu erwarten.

Weit, weit vorm Texten steht die Marketingkonzeption…

Bevor ich auch nur eine Zeile tippe muss ich genau wissen, wem ich was verkaufe. Wenn ich mich fortbilde, dann nicht zum Thema “Wie formuliere ich schöne Sätze”, sondern “Was biete ich meinem Leser an”.

Nicht Goethe ist mein Vorbild, sondern der Straßenhändler in der Fußgängerzone.

…”

Viele Grüße

Peter J. Beck

Hier der Blog von Peter J. Beck

Diesen Post habe ich neu veröffentlicht, da ich Kategorien im Blog zusammenlege.