Vor- und Nachteile: Link-gegen-Testimonial-Squeeze

Was ist ein Link-gegen-Testimonial-Squeeze?

Es geht darum, eine extra Seite einzurichten, bei der Leser einen suchmaschinenoptimierten Link zur eigenen Webseite hinterlegen können. Und zwar im Tausch gegen ein Testimonial.

Zeugnis, positive Aussage = Testimonial als Lesermeinung

Besonderer Vorteil: Wenig Arbeit. Läuft nebenbei, wird viel angeschaut.

  • Für jene die Blogkommentare gesperrt haben, bietet sich ein Link-gegen-Testimonial-Squeeze besonders gut an.
  • Sie sind so in der Lage die Aktivität der Leser an einer Stelle zu konzentrieren. Zudem müssen Sie nicht, wie bei Blogposts die nach Wochen oder Monaten noch kommentiert werden, sich jedes Mal in den Blogpost hineindenken, um sinnvoll auf einen Kommentar zu reagieren. Ein Zeit- und Aufmerksamkeitsfresser weniger.
  • Sinnvoll wenn Sie einfach nicht die Zeit haben, sich ständig mit dem zu beschäftigen was der Blog-Spamfilter nicht durchlässt. Und Kommentare erst frei geschaltet werden müssen. Ein aktiver Blog ist eine gewaltige Arbeits-Unterbrechungs-Maschine, welche ein intensives Multitasking fordert.
  • Blogposts sind gewissermaßen ein offenes Fenster durch welches Einbrecher einsteigen können. In dem Sinn, dass jeder die Möglichkeit hat, negative Dinge auf Ihrer Webseite zu nennen, die nicht im Ihrem besten Interesse sind. Gerade wenn es um Diskussionen nach einem Blogpost geht, ist es eine aufwendige Aufgabe die Diskussion zu moderieren und dafür zu sorgen, dass es nicht in das sehr übliche Gezicke abrutscht. Eine einzelne Link-gegen-Testimonial-Seite hilft dieses Problem zu umgehen.
  • Viele Blogs haben das Problem, dass die Unterhaltungen die früher auf Blogs stattgefunden haben, sich auf Social Media Plattformen verlagert haben. Selbst tolle Artikel bekommen oft keine Kommentare, was dann eher ein schlechtes Bild auf den Autor wirft. Eine Seite die eigens dafür eingerichtet wird, dass man einen Link bekommt, wenn man ein Testimonial / positive Aussage hinterlässt, ist halt ein Weg positives Feedback an einer Stelle zu konzentrieren.
  • Eine Link-gegen-Testimonial-Seite verlangt aber auch ein gewisses Volumen an Traffic, aus denen ein gewisser Prozentsatz dann auch kommentiert. Wie gut das funktioniert, wenn man auf dem normalen Blog nach Kommentaren auch kommentieren kann, ist die andere Frage. Wenn man eine Fan-Base hat, sollte es kein Problem sein. Ohne eine aktive Leserschaft könnte es schwierig werden.
  • Man kann den Anreiz geben, dass anstatt des üblichen Vornamens der „Vorname + Nachname“ oder der „Unternehmensname“ als Link angegeben wird. Nur den „Vornamen“ anzugeben, hat suchmaschinentechnisch wenige Vorteile. Es ist zu dem eine nette Geste jemanden die Möglichkeit zu geben, einen besonders suchmaschinenoptimierten Link zu hinterlassen.
  • Ein „Follow-Link“ ist eh immer interessant, aber auch wenn echte Menschen aus Neugierde auf einen Link klicken, weil jemand ein interessantes Testimonial gegeben hat.
  • Suchmaschinentechnisch vorteilhaft für beide Seiten, wenn auch nach Monaten oder Jahren eine einzelne Seite aktiv ist. Und genau das passiert, wenn ab und zu eine neue positive Aussage hinterlassen wird.
  • Es baut Glaubwürdigkeit auf, weil der Leser ganz klar sehen kann, wie die Testimonials entstehen.
  • Sinnvoll für jene die wenig oder keine Zeit für Social Media Marketing haben.
  • Sobald Sie eine Link-gegen-Testimonial-Seite einrichten, sollten Sie dafür sorgen dass auch gleich die ersten paar Testimonials geschrieben werden. Hier zeigt es sich auch wie sinnvoll es ist eine Liste zu haben. Ohne eine eigene Liste eine solche Seite einzurichten könnte schwierig werden. Allerdings hängt es ganz massiv vom Markt ab. Denken Sie dran, im Bereich „Marketing für Marketing“ wie auf meinem Blog ist vieles eh unendlich viel schwieriger als in anderen Märkten.
  • Wenn Sie relativ wenig Traffic haben, und Ihre Blogposts keine oder kaum Kommentare bekommen, ist es vielleicht sinnvoll die Kommentare auf dem Blog zu sperren. Blogposts bei denen die Möglichkeit besteht zu kommentieren, aber keine Kommentare vorhanden sind, lässt das Prinzip des Sozialen Beweises gegen Sie arbeiten: „Was andere nicht gut finden kann nicht gut sein.“ Auch wenn das vielleicht nicht der Realität entspricht.
  • Kunden werden tendenziell weniger bis gar nicht kommentieren, wenn Sie Dienstleistungen anbieten. Da man ja die Konkurrenz auf die eigenen Top-Dienstleiser aufmerksam machen könnte. Es werden viel eher Leser kommentieren, die nicht Kunden sind.

So sieht die praktische Umsetzung des Link-gegen-Testimonial-Squeeze aus.

Markus Trauernicht