Wie Sie ihre Marketingbotschaft verbessern

Erfolgsfaktor in der Auswahl der Marketing-Botschaft:
Das absichtlich verstimmte Klavier!

Wenn Sie die A-Saite einer Gitarre anhand eines Klaviers gestimmt haben, und dann diese A-Taste auf dem Klavier bespielen, dann schwingt die A-Saite auf der Gitarre ganz von alleine mit. Das ist ein natürliches physikalisches Phänomen.

Der Werbetext soll diese Resonanz beim Kunden erzeugen. Die Botschaft kommt dann so gut an, dass der Kunde von dieser angesprochen wird, die Emotionen angeregt werden und letztendlich ein Kauf stattfindet.

Doch die Realität ist nicht so einfach:

Sie können die Gitarre nicht stimmen:

  • Den Markt können Sie nicht verbiegen. Er lässt sich nichts mehr aufzwängen. Die Kunden geben den Ton an, und sind sich dessen auch sehr bewusst.
  • Die Töne am Klavier müssen anhand der Gitarre gestimmt werden.

Verkehrte Welt, aber gerade in dieser Krise müssen Sie genau heraus finden auf welche Botschaften Ihr Markt reagiert.

  • Das alte Marketing sagt, dass man eine wunderschöne Klaviersonate spielen kann, und der Markt (Gitarrensaite) wird alleine davon angesprochen. In guten Zeiten hat es ja auch funktioniert, dass ab und zu irgendeine Gitarrensaite zwangsläufig mitschwingt.
  • Aber in dem heutigen Marketinglärm ist ein Ton kaum vom anderen zu unterscheiden.

Sie müssen das Klavier so stimmen, dass die richtige Gitarrenseite der Gitarre mitschwingt. Es reicht aber nicht, wenn nur eine einzelne Seite mit vibriert. Alle Noten, E– A – d – g – b – e (Namen der Gitarrensaiten), müssen am Klavier anhand der Gitarre gestimmt werden.

Denn wenn Ihr Klavier (Marketing-Botschaft) anhand der Gitarre (zahlender Markt) gestimmt wurde, dann kommt die Marketingbotschaft an.

Ganz klar und deutlich muss der Verkaufstext sein. Geplänkel zieht nicht.

Die einzelnen Gitarrenseiten können Sie mit folgenden Fragen vergleichen:

  • E: Was habe ich davon?
  • A: Warum sollte ich dir glauben?
  • d: Wieso sollte ich dir zuhören?
  • g: Warum ist deine Botschaft es wert, dass ich dir meine volle Aufmerksamkeit schenken sollte.
  • b: Warum sollte ich dir vertrauen?
  • e: Warum sollte ich ausgerechnet bei dir kaufen?

Alle diese Gitarrensaiten müssen im Werbetext nach und nach zum Schwingen gebracht werden. Nur dann wird der potentielle Kunde auch wirklich angesprochen und die Kaufmotivation angeregt. Das können Sie nur, indem Sie Ihr eigenes Klavier anpassen.

Ja sogar verstimmen.

Aber das ist halt Direktmarketing. Es ist nicht ganz so edel wie eine Imagekampagne oder die Ober-Edel-Werbungen einer typischen Marketingagentur.

Aber sind es nicht die messbaren Resultate die wirklich zählen?

Im Prinzip müssen immer nur die 6 Tasten am Klavier gestimmt und gespielt werden, so dass der Markt auf Sie aufmerksam wird, und auch kauft.

Das ist die Aufgabe des Werbetextes. Die Denkarbeit, die Analysen hinter dem Werbetext, sind das worauf es ankommt. Der geschriebene Text ist nur ein Bruchteil der Arbeit, die hinter einem wirklich verkaufenden Werbetext steht.

  • An dieser Stelle wird Spreu vom Weizen getrennt. Hier zeigt sich was ein Werbetext wirklich drauf hat.

In dieser Krise hat sich die Einstellung der Kunden verändert. Die Gitarre ist nicht verstimmt, sie ist anders gestimmt. Denken Sie dran, die Gitarre bestimmt auf was sie reagiert.

Wenn Ihr Klavier noch auf die alten Töne eingestimmt ist, dann vibriert die Gitarre nicht mit. Ihre Marketingbotschaft kommt dann nicht mehr richtig an.

Wer sein Klavier nicht stimmt, oder dem Rat von jenen folgt die einfach nicht gut genug sind, muss diesen Konsequenzen leben:

  • Existenzgründungen und neue Produktlinien scheitern viel eher.
  • Lange Zeit vom Erstkontakt bis hin zum Kauf, und damit hohe und risikoreiche Vorfinanzierungskosten.
  • Werbung ist teuer und vielleicht auch höchst ineffizient. Es braucht mehr als Imagewerbung.
  • Die gewünschten Ergebnisse werden nicht erzielt.

Markus Trauernicht