Google Werberichtlinien – wie genau muss man sich dran halten?

Das Problem ist folgendes: Google hat bisher viele Milliarden Dollar an Strafzahlung aufgrund von Wettbewerbsverstößen in verschiedenen Ländern gezahlt. Jetzt haben die z.B. einen Prozess in Indien am Hals, bei dem es potentiell um 5 Milliarden Dollar Strafzahlung geht. Jetzt muss Google in Frankreich z.B. auf der Suchseite nennen, dass es eine Strafe rund um den Datenschutz zahlen musste. Usw.

In anderer Worten: Google legt Richtlinien fest, an die man sich halten muss, wenn man deren System nutzen will. Z.B. Bilder vom Merchant Feed auf der gleichen Domain, keine Popups auf Seiten die beworben werden, Remarketinginfo im Datenschutz, keine Schuddelbilder, keine Chat-Pop-Ups (obwohl die effektiv sind), Urheberrechte einhalten, keine Software die als Malware eingestuft wird auf der Domain, usw. Denn dass schützt 1, Google vor teuren Rechtsstreiten. Und 2. es hilft dem Suchenden ein besseres Ergebnis und Erlebnis auf der Webseite zu finden. Und das ist nun mal was im Kern die Existenz von Google sichert.

Halten Sie sich also an die Richtlinien von Google. Denn wenn Google einen AdWords Account sperrt, dann kann man nicht einfach einen neuen Account aufmachen. Der wird genau so gesperrt. Und dann besteht auch die Gefahr, dass Google den organischen Traffic zu Ihrer Seite auch massiv einschränkt – je nach Verstoß. Offiziell ist das (bisher) zwar nicht so, aber wo Google die Quell-Keywords bei der organischen Suche nur noch minimal angibt – hier sollte man es nicht draufanlegen.  Die organischen Suchergebnisse lehnen sich immer mehr an die PPC Richtlinien. Schon jetzt werden Sie feststellen, dass Sie Monat für Monat ziemlich genau das gleiche Niveau an kostenlosem Traffic via organische Googlesuche haben. Es ist gar nicht willkürlich, was Google mit den kostenlosen organischen Suchergebnissen macht.

Überlegen Sie sich mal ganz genau, wo Ihr Geschäft nach 2 Wochen steht, wenn Sie nicht mehr mit AdWords werben können. Können Sie dann den Laden dicht machen? Sie wären nicht der Erste!

In 2011 / 2012 wurden sogar lebenslange Werbeverbote von Google ausgesprochen. Das passiert nicht willkürlich. Aber manch ein Account wurde schon gesperrt, weil der Algorithmus drüber stolpert. Auch wenn nach wenigen Tagen der Account wieder freigeschaltet wurde – das kostet im Normalfall Umsatz. Wenn der Merchant Feed gesperrt wurde, kann es unter Umständen & je nach Verstoß länger dauern. Das kann Ihnen einen Stricht durch das Weihnachtsgeschäft oder das saisonale Geschäft (und den eigenen Urlaub) machen.

Gegen die Werberichtlinien  (sind keine Richtlinien sondern Leitplanken) von Google zu verstoßen “is asking for trouble”!

Markus Trauernicht