Was macht Social Media so unglaublich schwierig in der Vermarktung?

Es ist schwierig eine soziale Beziehung und gleichzeitig eine finanzielle Beziehung zu einer Person zu haben.

Gehen wir mal davon aus, ein Bekannter von Ihnen will umziehen, und braucht Hilfe dabei einen Schrank zu demontieren, zu transportieren und in seinem neuen Heim wieder aufzubauen.

Natürlich macht man so etwas für Freunde gerne. Kostenlos natürlich. Nach einer Weile strecken Sie sich und sagen: „Oh, das strengt an!“

Und bekommen zur Antwort: „Jetzt stell dich nicht so an, immerhin steht hier ein Kasten Bier und der hat ja auch was gekostet. In diesem Moment schreitet man von einer sozialen Beziehung hin zu einer finanziellen Beziehung.

Hm, so ein Umzugsservice kostet ja noch viel mehr…

Was kostet ein Kasten Bier? Und würden Sie für den Wert eines Kasten Bier ein paar Stunden Möbel schleppen? Wenn der Freund Ihnen vorher sagt, dass er Ihnen für Ihre stundenlange Arbeit den Wert eines Kasten Bier in Euro auszahlt. Dann wären Sie ja völlig unterbezahlt. Das wäre ja schon fast eine Beleidigung. In der Zeit könnten Sie sicherlich anderweitig besser und leichter Geld verdienen.

  • Man beschreitet dann ein komplett neues Territorium, wenn einer freundschaftlichen Handlung ein monetärer Wert zugewiesen wird.

Genau das ist das Problem bei der Vermarktung mit Social Media. Jemand gibt eine Info weiter, an der jemand anders möglicherweise richtig gut verdienen kann. Was ist es jetzt wert, wenn diese Info weiter gegeben wird? Und was hat der Empfehlende davon, wenn er eine Info weiter gibt?

Und jetzt kommt man daher, und will Social Media gezielt für die Vermarktung nutzen. Kein Wunder rennt die Masse hier an die Wand. Nur weil etwas sehr populär ist, bedeutet es nicht, dass es auch profitabel ist. (Ausgenommen jene die versuchen etwas zu popularisieren).

  • Der „richtige Jemand“ zu sein, und aus dem richtigen Grund als der „richtige Jemand“ gesehen zu werden – darauf kommt es auch bei Social Media an.

Markus Trauernicht