Der schnelle Überschriften-Test für eine höhere Response auf Werbeflächen

Der ultimative Headline-Test verlangt, dass die Überschrift im Prinzip ohne großes Beiwerk funktioniert. Also ohne Text nach der Überschrift zur weiteren Erklärung.

Problem: Ganz oft werden Überschriften genutzt, die richtig gut wirken – wenn man dann den Text danach gelesen hat. Solche Überschriften erkennt man daran, dass diese keinen wirklichen Sinn ergeben, wenn man diese auf sich allein gestellt liest. So superschlaue Überschriften mit einer tieferen Bedeutung. (Sogar etwas künstlerisch undeutlich intellektuell).

  • Doch jeder Versicherungsvertreter kann Ihnen genau das Gegenteil erzählen: Die ersten 30 Sekunden sind ausschlaggebend dafür, ob der Kunde kauft oder nicht. Es ist fast unmöglich einen verpatzten Start wieder gut zu machen. Und diese 30 Sekunden fangen genau dann an, wenn man als Versicherungsvertreter den Fuß durch die Tür des potentiellen Kunden setzt.

Bei Überschriften in Verkaufstexten ist das nicht anders. Der Text danach ist egal, wenn der Leser nicht dazu bewegt wird weiter zu lesen. Ganz egal ob es jetzt ein Text für einen Verkaufstext, ein Video oder eine MP3 ist.

Ein ganz einfacher Test für eine Überschrift für kleine Werbungen lautet so:

Nehmen Sie die Überschrift ohne weiteren Text, und nutzen Sie diese mit einem Response-Element in einer Werbung. Zum Beispiel in einem Fachmagazin, welches von Ihren Kunden gelesen wird. Wenn die Response im Marketing nicht zustande kommt, dann muss die Überschrift überarbeitet werden, oder eine andere gefunden werden.

  • Man spart so Kosten für die Werbefläche.
  • Man konzentriert sich auf die wesentliche Aussage.
  • Die Werbebotschaft wird für teure Werbeflächen optimiert.

Ganz oft sieht man in einer Zeitschrift unter der Rubrik „Anzeigen“ einfach die Webadresse die beworben wird. Ohne weiteren Text. Oder auch auf Autos, welche die Webadresse ganz stolz der Welt zeigen. Fast immer handelt es sich dabei um ein perfektes Beispiel darüber wie man es im Direktmarketing nicht machen soll.

Tipp: Wenn Sie schon am Auto eine Werbung anbringen, dann bitte den Hauptnutzen in wenigen Worten nennen. Dahinter dann den Namen der Domain.

Zum Bleistift:

  • 20 Kilo in 5 ½ Monaten abnehmen
  • Wendeltreppen individuell angepasst
  • Schlüsseldienst ohne Abzocke wenn das Kleinkind eingesperrt ist
  • Computer-Treffen für pfiffige Rentner
  • Powerwalking für Labradore im Grunewald

Fällt Ihnen dabei auf, dass es sich schon fast um eine Art Informationsmarketing handelt, wenn auch nur im kleinen Stil.

Ganz wichtig: Und zwar so schreiben, dass wenn jemand sich die Domain nicht merken konnte, er den Kerngedanken aber behält. Denn somit gibt man dem potentiellen Kunden auch die Möglichkeit zu googeln und Sie zu finden. Immerhin sitzt man im Auto und konzentriert sich auf wichtigere Dinge als auf Werbungen auf fremden Autos.

Stellen Sie sich mal vor, ich würde OptimusPrimus.de mit einem geschwungenen Aufkleber an der Heckscheibe haben.

Niemand weiß was dass heißen könnte.

  • Zahnkorrektur?
  • Tuning für das Auto?
  • Partnervermittlung?
  • Versicherungen?

Noch schlimmer: Da gibt es Unternehmen die ganze Fuhrparks mit nichtssaussagender Werbung bekleben lassen.

Bitte nicht nachmachen!

Hoffe es hilft.
Markus Trauernicht

P.S. In langen Verkaufstexten sieht es alles wieder etwas anders aus. Da hat die Überschrift die Aufgabe den Leser in den Text zu ziehen, so dass dieser weiter liest. Da gelten wieder mal ganz andere Regeln…