Mein toller Verkaufstext von gestern gefällt mir heute nicht mehr. Was jetzt?

Kennen Sie das, dass Sie einen Text geschrieben haben, der Sie echt überzeugt und zufrieden stellt?

Und nur wenige Tage später, oder schon am nächsten Tag beurteilen Sie den Verkaufstext als unzulänglich und als schlecht formuliert.

Ich kann Sie beruhigen. Das gehört zum normalen Schreibprozess dazu.

Vielleicht unterscheidet sich an genau dieser Stelle ein Profi-Texter vom Durchschnitts-Texter. Der Profi-Texte schmeißt den Text in den Müll und fängt von vorne an. Es gehört schlichtweg dazu. Oder stellt den Text wieder komplett um. Während der Anfänger-Texter niemals sein Werk dem runden Ordner anvertrauen will.

Gerade am Anfang hatte ich Mühe Verkaufstexte die einfach nicht ganz gepasst haben zu vernichten, und dann neu anzufangen.

Bessere Verkaufstexte:
Man übernimmt das Gedankengut vom vorherigen Text und nutzt diese für einen Neustart. Daraus bastelt man dann ein neues Grundgerüst, und stellt den Text dann neu zusammen.

Mir geht es ganz oft so, dass ich gerade mit Verkaufstexten irgendwo in der Mitte anfange. Und nicht unbedingt an der Überschrift im Werbetext. Oft entwickelt sich die Überschrift aus dem Text heraus. Aber manchmal ist es genau anders herum. Man fängt bei der Überschrift an, und arbeitet sich dann in den Text hinein.

Was ich auch schon gemacht habe, als es inhaltlich im Text geklemmt hat, ist dass ich den Text ausgedruckt habe, und dann ganz lang ausgebreitet habe. Dann nehme ich eine Schere zur Hand, und schneide Teile aus, die besser woanders im Text brauchbar sind. Die Argumentationsfolge eines Textes kann man so recht einfach verändern.

Ganz am Ende nimmt man dann einen Tesastreifen der mehrere Meter lang ist, und klebt neuen zusammen gebastelten Text wieder zusammen. Damit setzt man sich dann vor den Rechner, und ordnet den Text neu.

Warum ein solches Verfahren?

  • Manchmal sieht man am Bildschirm einfach nicht das was man auf dem Papier sieht.
  • Man bekommt einen anderen Blickwinkel für einen Text der grundlegend gut ist, welcher aber noch mehrmals nachbearbeitet werden muss.

Jeder arbeitet anders. Man muss einfach herausfinden was für einen selber funktioniert. Wenn ich einen 25-seitigen Text schreibe, dann landen oft locker weitere 25 Seiten und viel mehr im Abfall.

Ein Verkaufstext ist ein bisschen wie Wein. Er muss heranreifen um sein volles Potential zu entfalten.


Der Trick für „normale“ Texte auf der Webseite:

Man schreibt einen Text, und stellt diesen dann ins Internet. Nach ca. 2 – 4 Wochen stellt man fest, dass es so nicht ganz passt, und man überarbeitet den Text. Dabei braucht man nicht so rigoros zu sein, wie wenn man einen langen Verkaufstext schreibt.

Es ist ein ganz normaler Prozess.

  • Ganz wichtig ist, dass man den Text nicht erst ins Internet stellt, wenn dieser perfekt ist. Wer alles perfekt machen will, bleibt meist auf der Strecke liegen. Wichtiger ist es das Richtige zu tun, als es immer perfekt zu machen.
  • Zudem sollte man nicht zu sehr zwischen einem normalen Text und einem Verkaufstext unterscheiden. Jeder Text hat am Ende die Aufgabe mehr zu verkaufen.
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Der Trick zu durchschlagskräftigen Slogans

Zur Falle wird es aber, wenn man ständig einen neuen Slogan sucht. Ich selber bin gar nicht so ein Fan von Slogans. Ich halte diese für überbewertet. Wenn Slogans so gut wären, dann würden diese nicht so oft geändert werden. Vor allem sind diese so oft grundlegend nichtsaussagend.

Idealerweise testet man die Slogan-Texte mit Google AdWords. Einfach Werbung schalten, und schauen welche Slogans am meisten angeklickt werden. Somit kommt man schon zu einem recht zuverlässigen Ergebnis welcher Slogan am besten zieht.

Hoffe es hilft.

Markus Trauernicht