Der Käfig

An dieser Stelle will ich Sie nicht damit langweilen wie ein Käfig auszusehen hat. Wichtig ist es jedenfalls, dass die Kaninchen so viel Platz wie möglich innerhalb des Käfigs haben. Ein Zwergkaninchen kommt mit etwas weniger Platz als ein Riesenkaninchen aus – denkt man. Doch die Zwergkaninchen sind sehr aktiv. Im Prinzip sind so ziemlich alle handelsüblichen Käfige zu klein. Wenn Kaninchen also einen ganzen Balkon als Auslauf haben dürfen, ist das ein weiterer Punkt zu glücklicheren Kaninchen.

In den Käfig kommt ein Kaninchenklo, ein Futternapf, die Heuraufe und die Wasserschüssel, bzw. Flasche. Der Käfig sollte zumindest 4 – 5 mal die Körpergröße des Kaninchens umfassen. Es geht hier um ein absolutes Minimum. Die Kaninchen müssen in der Lage sein sich auszustrecken. Also auf dem Bauch mit gestreckten Vorder- und Hinterpfoten liegen können. Je größer desto besser.

Aber das ist noch nicht alles. Der Platz nach oben ist ja eigentlich nicht beschränkt. Und genau deswegen ist es so sinnvoll einen Käfig mit mehreren Etagen zu haben. Je mehr je besser. Gerade wenn Sie wenig Platz in der Wohnung haben, und Zwergkaninchen haben – der Platz nach oben ist für weitere Etagen erst mal offen.

Ob Sie nun einen Käfig im Internet ersteigern, oder sonst wo im Internet kaufen – es lohnt sich zu vergleichen. Wenn Sie selber gerne basteln, lohnt sich auch die Recherche im Internet. Gittereinlagen für Kleiderchränke können teilweise auch recht gut genutzt werden um einen Käfig in Eigenarbeit zu erstellen. Doch passen Sie auf, schnell wird deutlich mehr Geld im Eigenbau ausgegeben, als wenn Sie gleich einen Käfig mit 3 oder 5 Etagen kaufen. Also vorher alles mal genau durchrechnen.

Geben Sie in einer Suchmaschine mal den Begriff „NIC Condo“ ein. Sie werden dann einige Möglichkeiten finden, wie man selber einen Käfig bauen kann. Achten Sie nur darauf, dass alle Ecken gut erreichbar sind. Und natürlich keine scharfen Ecken hervorstehen. Der Boden darf auf keinen Fall aus Gitter bestehen. Diese Möglichkeit ist natürlich nur etwas für geschickte Bastler.

Es spricht auch gar nichts dagegen, zwei oder drei riesige Käfige mit einem Plastikboden aufeinander zu stellen. Dann im unteren Käfig ein Loch in das Gitterdach zu schneiden. Und in den oberen Käfig ein Loch in den Boden. Dann verbinden Sie die zwei Käfige mit einem Aufgang. Ohne mehr Wohnfläche in der Wohnung zu nutzen, haben Sie einen deutlich größeren Käfig.

Wie hat der Untergrund im Käfig auszusehen? Viele Kaninchenhalter legen einfach den Boden mit Zeitungspapier aus. Darüber dann Hanfstreu, Buchengranulat, Leinstreu etc., 4 – 6 Zentimeter dick. Darüber kommt dann Stroh und an den Ecken wo sich die Kaninchen gerne aufhalten, kommt etwas Heu hin. Das Granulat saugt z.B. Urin auf, Heu und Stroh können die Feuchtigkeit nicht aufsaugen.

Sollte ein Kaninchen die Einstreu gerne fressen, dann ist die nicht die geeignete Lösung für einen Untergrund. Denn die Einstreu quillt im Magen auf, und kann zur Verstopfung führen. Je nach Art der Einstreu sollte bei langhaarigen Kaninchen eine extra Lage Stroh auf die Einstreu kommen – denn sonst verfängt sich diese im Fell. Ist das Kaninchen mal so in der Wohnung unterwegs, dann verteilt sich die Einstreu nach und nach in der Wohnung.

  • In Baumärkten – mit einer Tierhandlung – finden Sie auch pelletiertes Stroh (nicht mit den Futterpellets zu verwechseln). In großen Mengen z.B. 60 Liter Sack (ca. 25 Kilo) ist diese Eintreu recht günstig zu bekommen. Die Saugwirkung ist sehr hoch, ca. 400 – 500%. Stroh legen Sie obendrauf - ist natürlich angenehm für die Kaninchenfüße. Wenn der Käfig draussen steht, ist es im Winter sinnvoll extra viel Stroh oben auf die Pellets zu legen – zur Isolation. In das Kaninchenhäuschen im Käfig gehört auch eine extra Portion Stroh. Stroh hält aufgrund der eingeschlossenen Luft die Wärme besser als Heu.

Wasser muss immer frisch und verfügbar sein. Wenn Sie eine Wasserschüssel nutzen, dann soll diese auf einer eigenen Etage stehen. Eventuell auf einer der unteren Etagen, so dass nicht der ganze Käfig durchnässt wird, wenn die Wasserschüssel mal in Mitleidenschaft gezogen wird. Und je schwerer die Wasserschüssel, um so stabiler steht diese. Es braucht auch Ränder die schräg nach aussen abfallen – so kann die Schüssel von einem launischen oder verspielten Kaninchen nicht umgeworfen werden.

Eine gründliche Reinigung muss mindestens einmal pro Woche gemacht werden. Der Käfig kann dann mit heißem Wasser ausgewaschen werden. Eventuell mit neutral riechendem Essig in dem Wasser – jedenfalls wenn es sich um ein krankes Kaninchen handelt.

  • Katzenstreu als Untergrund ist weniger geeignet, da dieser im Magen der Kaninchen verklumpen kann, und damit zum Tod führen kann.
  • An einer Stelle sollte auf jeden Fall eine weiche Matte liegen. Und natürlich ein oder zwei Boxen wo sich die Kaninchen zurückziehen können.
  • Das Kaninchenklo muss natürlich täglich gereinigt werden.