Die einzelnen Rassearten werden durch verschiedene Faktoren bestimmt. Z.B. Größe, Form, Länge und Position der Ohren, Farbe, Länge und Glanz des Fells usw.

Verschiedene Arten von Kaninchen

Felltypen

Angora:  Dieses Fell wächst recht lang und seidig. Es wird von dem Kaninchen geschoren und wird dann zu hochwertigen Stoffen für Kleidung verarbeitet. Diese langhaarigen Kaninchen sind für den Kaninchenhalter etwas schwieriger zu halten. Das Fell hat die Tendenz zu verfilzen und zu haaren. Es ist auch nicht ganz einfach den Käfig zu reinigen. Die einzelnen Haare verteilen sich auch in der Wohnung und Kaninchen mit dieser Fellart sind für Allergiker weniger geeignet.


Harlequin und Magpie: Diese Zuchten haben mehrfarbige Muster, gestreiftes Fell und zeigen ausgeprägte Muster im Gesicht, an den Ohren und Pfoten. Die schönen Farbzeichnungen sind bei Züchtern beliebt, da diese sehr selten sind.


Rex: Das Fell ist sehr weich und fühlt sich wie Samt an. Es ist ein sehr kurzeshaariges Fell, mit dichter Unterwolle und zurückgebildeten Deckhaaren.Diese Art scheint Allergiegestresste weniger zu stören als andere Fellarten. Wenn Sie verrückt nach Kaninchen sind, aber eventuell allergisch sind, ist dies wohl die passendste Entscheidung.

Satin: Das Fell hat einen brillianten Schimmer, ist sehr dicht und samtig.

Grundlegend unterscheidet man zwischen Fell- und Wollrassen.

Verschiedene Größen

Die verschiedenen Größen der Kaninchen

  • Der durchschnittliche Hase (nicht Kaninchen) wiegt um die 5 – 6 Kilogramm. Das Kaninchen liegt - entsprechend der verschiedenen Rassen - bei 0,8 Kilogramm bis sogar über 10 Kilogramm!
  • Alle Kaninchen unter zwei Kilogramm Gewicht werden als Zwergkaninchen bezeichnet. Es handelt sich also nicht um eine einzelne Rasse.

Die ganz kleinen Kaninchen


Die kleinen Rassen erreichen ein Gewicht von 800 Gramm bis 1600 Gramm. Die Ohren liegen bei einer Länge von unter 5,5 Zentimetern.

Zum Beispiel:

  • Hermelinkaninchen
  • Zwergwidder / Widderzwerge
  • Löwenkopf
  • Teutozwerg

Diese Kaninchen sind keiner anerkannten Rasse zuzuordnen. Doch dies tut der Liebe natürlich keinen Abbruch.


Diese Art von Kaninchen sind sinnvoll wenn Sie ein Haustier haben möchten, welches nicht viel Futter verschlingt, und wenn Sie nur wenig Platz für einen Käfig - z.B. ½ Quadratmeter - haben. Den Käfig kann man dann in die Höhe hinaus mit mehreren Etagen bauen.

Etwas anfälliger sind diese kleinen Kaninchen aber auch. Die Genen welche für diese kleinwüchsigen Tiere verantwortlich sind, sind auch für eine sehr hohe Sterblichkeitsrate verantwortlich. Es ist nicht unüblich, wenn eins aus vier Neugeborenen innerhalb weniger Tage nach der Geburt stirbt. Bitte vergessen Sie nicht, dass diese Rassen künstlich herangezüchtet wurden.


Zwergkaninchen sind empfänglicher für Kokzidiose, ein interner Parasit der für Junghasen im Alter von drei bis zehn Wochen oft tödlich ist. Ein dreckiger Käfig ist eine häufige Ursache dafür.

 

Es besteht die auch die Tendenz zur Überempfindlichkeit im Vergleich zu größeren Rassen. Manchmal können diese Tiere recht aggressiv werden. Die kleinen Tiere haben den Ruf durchaus etwas aggressiver als die größeren Verwandten zu sein. Natürlich braucht es hier Geduld und Vertrauen.

 

Für Familien mit kleinen Kindern ist diese Art der Kaninchen eher ungeeignet. Einfach weil die Kaninchen eine sehr delikate Knochenstruktur haben, welche sehr schnell verletzt wird, wenn ein kleines Kind das Tier voller Freude aufheben will. Die recht hohe Sterblichkeit von jungen Tieren setzt Ihre Kinder auch der erhöhten Gefahr aus, dass diese den Tod einen gerade liebgewonnenen Kaninchens eventuell miterleben müssen.

Die etwas größeren Kleinen

Hier liegt das Gewicht der Tiere bei 1,1 Kilogramm bis ca. 3 Kilogramm. Die Ohrlänge liegt bei 8 – 11 Zentimetern. Sie bringen die Vorteile der Zwerge mit sich, jedoch ohne die typischen Nachteile. Sie sind weniger aggressiv und scheu, und bringen auch nicht so oft die typischen genetischen Defekte mit sich, z.B. Zahnfehlstellungen. Jedoch sind diese Kaninchen noch immer empfänglicher für interne Parasiten als größere Rassen.

z.B. Deutscher Kleinwidder, Hermelin, Perlfeh, Holländer, Widderzwerg.

Es gibt die Langhaarrassen, wie: Jamora, Fuchskaninche, Fuchszwerge und Angora.

Und Kurzhaarrassen wie: Rexkaninche, Feh-Rex, Dalmatiner-Rex, Rexzwerge und Rexkaninchen.

Die mittelgroßen Kaninchen

Zu den mittelgroßen Hauskaninchen (3,0 – 5 Kilogramm) gehören auch die sogenanten Fleischkaninchenrassen. Die typische Ohrenlänge liegt bei 11 – 16 Zentimetern. Besonders gesunde ( man kann auch sagen verwöhnte) erreichen auch mal schnell ein paar Pfund Übergewicht. Ein gut gezüchtetes gesundes Kaninchen dieser Größe kann ein sehr liebenswürdiges Haustier sein. Denken Sie daran, dass Angorakaninchen täglich gebürstet werden wollen, und auch ab und zu gebadet werden müssen, um das Fell in Ordnung zu halten.

Z.B. Rote und weiße Neuseeländer, Meissner Widder, Alaska, Deutsche Großsilber, Havanna, Diverse Angoraarten

Die Riesenkaninchen  

Nicht zu unrecht werden diese auch die sanften Riesen genannt. Sie brauchen auf jeden Fall genug Platz und einen großen Stall für diese Tiere. Es wird ein Körpergewicht von 5 bis 9 (oder mehr) Kilogramm erreicht. Die Ohren erreichen ein Länge von bis zu 18 cm und die Körperlänge ist um die 70 – 72 cm.

Charakterlich sind diese Tiere in der Regel recht gutmütig – die Futteraufnahme  ist jedoch deutlich höher.

In diese Gruppe gehören: Grauer und Weißer Deutscher Riese, Deutscher Widder, Deutscher Riesenschecke