Vorsicht zerbrechlich

Ein weitverbreitetes Missverständnis über Kaninchen liegt darin, dass diese gerne gehalten werden und gerne kuscheln. Kaninchen sind keine Spielzeuge, sondern lebende und fühlende Wesen. Und somit passiert es immer wieder dass diese süßen Tierchen im Tierheim landen, weil viele Menschen sich nicht dessen bewusst sind, das ein Kaninchen tief drinnen die Natur eines wilden Tieres beherbergt. Natürlich gibt es Kaninchen die sich liebend gerne auf Ihrem Schoß niederlassen um gestreichelt zu werden, und gemütlich zufrieden mit den Zähnen zu knirschen. Schmusen ja gerne, aber bitte möglichst wenig hochheben.

 

Denken Sie mal über die wahre Natur eines Kaninchens nach. Flucht und Misstrauen helfen dem Kaninchen in der freien Natur zu überleben. Es ist nun mal ganz oben auf dem Speiseplan von einigen Raubtieren. Damit ist es auch logisch, dass es nicht in der Natur des Kaninchens liegt, sich ganz oben auf einem erhöhten Punkt entspannt zu verhalten oder einzuschlafen, ohne die Umwelt genau zu beobachten. Ab in die Höhle, denn dort ist es sicher. Wenn also ein Kaninchen gegen den eigenen Willen festgehalten wird, kommt der Fluchtinstinkt hoch. Was tut es also? Beissen, sich mit heftigen Bewegungen losreissen, und die betroffene Person wird gekratzt. Und am Ende bleibt der Eindruck eines ungeselligen und aggressiven Kaninchens. Aus der Sicht des Kaninchens haben Sie die Rolle eines Raubtieres, welches versucht das Kaninchen festzuhalten. Woher soll ein Kaninchen wissen, dass Sie nur nett sein wollen?